ARA Embrachertal
  

Aufstockung Betriebsgebäude

Sanierung und Aufstockung Betriebsgebäude


Das Betriebsgebäude der ARA Pünt wurde 1987 erstellt. Seither wurden nur vereinzelt kleinere Anpassungen vorgenommen. Nach fast vier Jahrzehnten entspricht das Gebäude weder den heutigen energetischen Anforderungen noch den aktuellen Normen bezüglich Sicherheit und Arbeitsplatzgestaltung.
Die Gebäudehülle weist erhebliche energetische Mängel auf und die Innenräume sind stark abgenutzt. Auch die vorhandenen Platzverhältnisse genügen den heutigen betrieblichen Anforderungen nicht mehr.


Mehr Platz und zeitgemässe Arbeitsbedingungen


Das Gebäude wird mit einer Aufstockung in Holzbauweise um ein Obergeschoss erweitert. Dort entstehen Garderoben, ein Sitzungszimmer, ein Aufenthaltsraum und sanitäre Anlagen.
Im bestehenden Erdgeschoss entsteht durch die Verlagerung der Personalräume zusätzlicher Platz für betriebliche Einrichtungen und Arbeitsräume. Gleichzeitig wird das gesamte Erdgeschoss umfassend saniert.
Die Gebäudehülle wird gedämmt und erhält eine neue Fassade. Fenster und Türen werden ersetzt und das Gebäude so energetisch wesentlich verbessert. Auch die bestehende Wendeltreppe, welche den heutigen Sicherheitsvorschriften nicht mehr entspricht, wird durch eine neue Treppenanlage ersetzt, welche alle Geschosse miteinander verbindet.


Nachhaltige Energieversorgung


Im Rahmen des Projekts wird das Dach des Betriebsgebäudes mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Der erzeugte Solarstrom kann direkt für den Betrieb der ARA genutzt werden.
Zudem werden die bestehenden Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitäranlagen an die neue Gebäudestruktur angepasst.

  Vollständige Schadstoffsanierung


Bereits 2020 wurde die ARA auf schadstoffhaltige Baustoffe untersucht. Dabei wurden im Betriebsgebäude verschiedene belastete Materialien festgestellt. Im Zuge der Sanierungsarbeiten werden sämtliche Schadstoffe fachgerecht entfernt. Damit erfüllt das Gebäude künftig auch in diesem Bereich die verlangten Anforderungen.


Projektentwicklung und Kosten


Ein erstes Vorprojekt wurde bereits im Jahr 2020 ausgearbeitet. Damals wurden die Gesamtkosten auf rund 2,03 Millionen Franken geschätzt. Aufgrund der seither eingetretenen erheblichen Teuerung im Baugewerbe sowie der Konkretisierung des Bauprojekts musste die Kostenberechnung überarbeitet werden.
Um die Kosten möglichst im Griff zu behalten, wurde das Projekt im Jahr 2025 nochmals überprüft und die geplante Aufstockung flächenmässig leicht reduziert, ohne die wesentlichen Projektziele zu beeinträchtigen.
Der aktuelle Kostenvoranschlag beläuft sich auf 2,67 Millionen Franken (exklusive Mehrwertsteuer, Kostengenauigkeit ±10 %). Davon entfallen rund 1,44 Millionen Franken auf gebundene Kosten für die notwendige Erneuerung des bestehenden Gebäudes. Die eigentliche Aufstockung und Erweiterung verursacht weitere 1,23 Millionen Franken.
In den Gesamtkosten enthalten ist auch die Photovoltaikanlage. Nach Abzug der Förderbeiträge entstehen dafür Nettokosten von rund 40'000 Franken.


Ausführung nach Abschluss des Ausbaus der Biologie


Derzeit wird auf der ARA Pünt die Abwasserbehandlung umfassend erweitert. Diese Arbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2026.
Direkt im Anschluss soll die Sanierung und Aufstockung des Betriebsgebäudes erfolgen. Der Baustart ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2028 geplant.
Mit diesem Projekt erhält die ARA Pünt ein modernes, energieeffizientes Betriebsgebäude, das den Anforderungen eines zeitgemässen Anlagenbetriebs langfristig gerecht wird und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen für das Betriebspersonal schafft.