Ausbau Biologie
Ausbau der ARA Pünt – wir investieren in die Zukunft
Die Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden Embrach, Freienstein-Teufen, Lufingen, Oberembrach und Rorbas haben am 13. Juni 2021 7,6 Millionen Franken für den Ausbau der ARA Pünt in Rorbas mit grosser Zustimmung bewilligt. Mit dem Ausbauprojekt wird sichergestellt, dass die ARA Pünt auch in den kommenden Jahrzehnten eine leistungsfähige und nachhaltige Abwasserreinigung gewährleisten kann.
Seit Frühling 2023 wird auf dem Gelände der ARA Pünt intensiv gebaut. Ziel des Ausbauprojekts ist es, die Kapazität der Kläranlage den künftigen Anforderungen und dem Bevölkerungswachstum anzupassen, denn die bestehende Anlage stösst zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen.
Mit dem laufenden Ausbau wird die Reinigungskapazität von 20'000 auf 30'000 Einwohnerwerte erhöht. Zu den Einwohnerwerten zählen nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner der Verbandsgemeinden, sondern auch das Abwasser aus Gewerbe und Industrie.
Mehr Leistung dank innovativer Technologie
Das Herzstück jeder Kläranlage ist die biologische Reinigungsstufe. Hier bauen Milliarden von Mikroorganismen die im Abwasser gelösten Schmutzstoffe und Nährstoffe ab, bevor das gereinigte Wasser wieder in die Töss eingeleitet wird.
Im Rahmen des Ausbaus wird das bewährte Belebtschlammverfahren mit einem modernen Hydrozyklon-System ergänzt. Diese in der Schweiz noch relativ neue Technologie ermöglicht es, die leistungsfähigsten Mikroorganismen gezielt im Reinigungskreislauf zu halten. Dadurch kann die Reinigungsleistung deutlich gesteigert werden, ohne zusätzliche Becken erstellen zu müssen. So nutzt der Abwasserverbund Embrachertal die bestehende Infrastruktur optimal und investiert gleichzeitig in eine innovative und wirtschaftliche Lösung.
Schutz vor Hochwasser
Ein weiterer Bestandteil des Projekts sind umfangreiche Hochwasserschutzmassnahmen. Da extreme Wetterereignisse häufiger auftreten, gewinnt der Schutz kritischer Infrastrukturen zunehmend an Bedeutung. Ab jetzt wird die ARA Pünt durch einen Schutzwall beziehungsweise eine Schutzmauer besser vor Hochwasser der Töss geschützt.
Bauarbeiten bis Ende 2026
Die Bauarbeiten schreiten gut voran. Aufgrund einiger Herausforderungen im Bauablauf kam es zu zeitlichen Verzögerungen, weshalb sich die Fertigstellung gegenüber der ursprünglichen Planung leicht verschoben hat. Der Abschluss des Ausbauprojekts ist nun auf Ende 2026 vorgesehen.
Kosten
Die starke Teuerung im Baugewerbe seit der Kreditbewilligung im Jahr 2021 machte eine Anpassung des ursprünglich auf 7,6 Millionen Franken festgelegten Baukredits erforderlich. Dieser wurde deshalb zwischenzeitlich auf 9,35 Millionen Franken erhöht.
Bisheriger Fortschritt: